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Châtillon-sur-Charlaronne

Châtillon-sur-Charlaronne

von Bert Schwarz

Châtillon-sur-Charlaronne befindet sich mitten im früheren Departement L'Ain und der Seenplatte der Dombes. Die mittelalterliche Altstadt, lernten wir, ist für ihre ausserordentliche Blumenpracht und ihre erhaltenen Bauten bekannt.

Bei einem erster Besuch verschafften wir uns einen ersten Eindruck über dieses Fleckchen Erde, während wir unter der alten Markthalle aus dem 15. Jahrhundert sassen und durch die engen Gassen schlenderten.

Châtillon-sur-Charlaronne

Autor, Kamera, Montage :
Bert Schwarz

© reisemagazin TV 2017

Bei einem erster Besuch verschafften wir uns einen ersten Eindruck über dieses Fleckchen Erde, während wir unter der alten Markthalle aus dem 15. Jahrhundert sassen und durch die engen Gassen schlenderten.

Die Geschichte

Châtillon-sur-Charlaronne hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Abwechselnd hiess dieser Ort Castellio, Castilio und bis zur französischen Revolution Châtillon-les-Dombes. Deshalb ist das Kulturerbe hier so umfangreich und glücklicherweise gut erhalten. Im Jahre 1000 gab es die Stadt Châtillon nicht. Im 11. Jahrhundert bauten Lehnsherren Burgen und Festungen, so dass eine Burg (=château) zwischen den Flüssen Chalaronne und Relevant entstand, in deren Nähe sich die Menschen ansiedelten. Die ersten Herren heissen Hugues, Milo und Humbert. Diese Herren wurden schnell zu Vassalen des mächtigen Nachbarn, des Herrn von Beaujeu, der viele Ländereien entlang des linken Sâoneufer besass. Diese Besitztümer, die man «Beaujolais à la part de l’Empire» nannte, wurden später das Fürstentum Dombes. Châtillon hätte zu diesem Fürstentum weiter gehören sollen, aber, wo die Liebe hinfällt, der Herr von Beaujeu gab es seiner Tochter Sibille als Mitgift, als sie 1228 Renaud von Bâgé, den Herrscher der Bresse, heiratete.

Daraufhin ereilte Châtillon das gleiche Schicksal wie die Bresse und geriet 1272 unter die savoyische Herrschaft, als die Enkelin Sibille von Beaujeu der Grafen von Savoyen Aimé IV. heiratete. Schon im Jahre 1273 bekam Châtillon einen Freibrief, was der Anlass zu einer raschen Entwicklung der Geschäfte bedeutete. Die Stadt erlebte eine Blütezeit während dieser Periode, so dass die befestigte Stadtmauer, die Kirche St André und die Markthallen schon im 15. Jahrhundert gebaut werden konnten.

Durch den Lyoner Friedensvertrag (1601) zwischen Frankreich und Savoyen wurde Châtillon wie die übrige Bresse wieder französisch und an das Burgund angeschlossen. Während der zwei Jahrzehnten unter der französischen Monarchie trug Châtillon zur Entwicklung Frankreichs bei, trotz des grossen Brandes, der 1670 mehr als 100 Häuser und den grössten Teil der Markthallen zerstörte.

Mit der Revolution kamen viele Umwälzungen: die Fleurieux Pfarrei wurde Châtillon-les-Dombes angeschlossen, um die Gemeinde «Châtillon-sur- Chalaronne» zu bilden. Die Stadtmauer, das Tor von Lyon und von Bourg sowie der Kirchturm wurden zerstört. Dennoch stehen noch viele alte Bauten wie z.B. die Markthallen, wo Samstags früh der traditionelle Markt weiter besteht, die spätgotische Kirche St André, das Tor von Villars, und viele weitere Gebäude, die von der wirklich nicht langweiligen Geschichte dieses Ortes erzählen.

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