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Devil's Trip:
Epupa Falls.

Devil's Trip: Epupa Falls.

Autor, Kamera, Montage : Bert Schwarz

© reisemagazin TV 2009

Devil's Trip

(5) Epupa Falls

von Bert Schwarz

Das einsame Kaokoveld (Kaokoland) im Nordwesten Namibias mit der Distrikthauptstadt Opuwo zählt zu den besonders unberührten Regionen Namibias.

Das schwer zugängliche Gebiet südlich des Kunene-Flusses und nördlich von Sesfontein kann nur unter expeditionsmässigen Bedingungen in Geländefahrzeugen und möglichst unter der Leitung eines erfahrenen Führers bereist werden. Die rauhen Pisten im Kaokoland sind kaum beschildert. Oft sind sie extrem steinig oder tief sandig. Es gibt keine Unterkünfte, sondern nur einige wenige Campingplätze im Kaokoveld. Übernachtet wird oft auch einfach in der Wildnis.

Hier ist die Heimat der rund 15.000 Himba, ein halbnomadisches Hirtenvolk, das bislang in der Abgeschiedenheit des Kaokolandes seine ethnische Eigenart und Kultur weitgehend bewahren konnte. Die freundlichen Menschen züchten im wesentlichen Rinder und Ziegen, und – je nach Jahreszeit – ziehen sie mit ihren Herden zu den unterschiedlichen Wasserstellen. Kleidung, Haartracht und Schmuck haben eine besondere Bedeutung und sind ein Teil der Himba Tradition und Kultur. Schon den Neugeborenen hängt man Perlenketten um. Sind die Kinder etwas älter, so kommen Armreifen aus getriebenem Kupfer und Muscheln hinzu. Die stolzen Himba Frauen verwenden täglich mehrere Stunden für die Morgentoilette und Schönheitspflege. Der gesamte Körper wird mit einer Creme eingerieben, die aus ranzigem Butterfett und Ockerfarbe besteht. Hinzugemischt wird das aromatische Harz des Omuzumba-Strauches. Die Creme verleiht dem Körper einen intensiven rötlichen Glanz, der dem Schönheitsideal der Himba entspricht.

Durch den stetig wachsenden, unkontrollierten Tourismus im Kaokoveld gerät die Kultur der Himba zunehmend in Gefahr. Touristen verteilen aus Unwissenheit Süssigkeiten an Himba Kinder und Alkohol an Himba Männer und vieles andere, was der Kultur der Himba fremd ist. Viele Himba sind darum bereits zu aufdringlichen Bettlern, andere zu Alkoholikern geworden. Obwohl von vielen Seiten gefordert wird, den Kaokoland Tourismus zu reglementieren und das gesamte Gebiet zum Schutzgebiet zu erklären, sieht die namibische Regierung bislang keinen Handlungsbedarf, sondern kritisiert das Himba-Volk als unzivilisiert, rückständig und fortschrittsfeindlich.