Going Places!
Devil's Trip:
van Zyl's Pass.

Devil's Trip: van Zyl's Pass. Episode 1

Autor, Kamera, Montage : Bert Schwarz

© reisemagazin TV 2009

Devil's Trip: van Zyl's Pass. Episode 2

Autor, Kamera, Montage : Bert Schwarz

© reisemagazin TV 2009

Devil's Trip

(6) van Zyl's Pass.

von Bert Schwarz

Unterwegs zum van Zyl's Pass.

Die Zufahrt zum Mariental ist sehr aufwändig und zeitintensiv, besonders, weil der berüchtigte van-Zyl's-Pass durchquert werden muss. Diese Tour ist nur mit expeditionsmässig ausgerüsteten Geländefahrzeugen machbar.

Von Epupa Falls kommend fährt man ab Okongwati auf der D3703 über Okauwe nach Otjitanda, wo der van-Zyl's-Pass-Strasse beginnt. Die Strassenkarte klassifiziert diese Route als eine Hauptverkehrsstrasse. Die Wirklichkeit sieht für europäische Augen ein ganz klein wenig anders aus: Von Opuwo aus fährt man auf einer Schotterpiste über Etanga nach Otjitanda. Schon diese Zufahrtspisten zum Pass sind sehr rauh, die Schwierigkeiten nicht zu unterschätzen, denn spitze Steine lauern auf die Reifen. Sowohl Onkongwati als auch Otjitanda sind keine Orte, sonderen lediglich winzige Himba-Siedlungen. Hilfe oder irgendwelche Service Angebote kann man hier keineswegs erwarten.

Schon die D3703, von der aus man zum Pass abbiegt, hat es in sich. Schnelles Vorankommen ist hier unmöglich. Die Fahrbahn ist keine Schotterpiste mehr, sondern besteht aus den blanken Felsen oder grossen Steinen. Selbst mit den Geländewägen muss man die Stellen, über die man fahren möchte, mit Bedacht wählen um nicht aufzusetzen. Es geht über viele Kilometer nur im Schritttempo. Je näher wir dem Van Zyl's Pass kommen, um so enger stehen die Büsche und die grossen Steine werden immer mehr, um die wir herumzufahren versuchen.

Trotz aller Vorsicht bricht die Achse unseres Küchenanhängers, für die die etwas über eine Tonne Gewicht auf diesen Strassenverhältnissen zu viel wurde.

Durch den van Zyl's Pass.

Der eigentliche Pass ist zwar nur wenige Kilometer lang. Die extrem steile, aus grobem und scharfkantigem Geröll bestehende Felstreppe durch die Otjihipa Berge kann jedoch nur im Schneckentempo hinuntergekrochen werden, wofür locker mehrere Stunden vorübergehen.

Der Pass kann nur von Osten nach Westen befahren werden. In der Gegenrichtung kann man nicht hinauffahren.

Unsere Karawane von 12 Geländefahrzeugen benötigt ungefähr vier Stunden, bis die Passdurchfahrt in sengender Hitze von allen geschafft ist. Dieser Pass geht durch ein Tal; wir kommen in der Höhe an, müssen dann lernen, wie ein Auto kontrolliert rutschen gelassen werden kann, dann geht es am Passende wieder auf eine Anhöhe, um dann langsam wieder talwärts eine normale Schotterpiste hinunter zu fahen.

Auf der anderen Talseite setzen wir unseren Weg fort, der uns über eine riesige breite Sandpiste nach Norden ins Marienflusstal führt.