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Saddle-Hill Trip:
Saddle Hill.

Saddle-Hill Trip: Saddle Hill.

Autor, Kamera, Montage : Bert Schwarz

© reisemagazin TV 2009

Saddle-Hill Trip

(4) Saddle Hill

von Bert Schwarz

Saddle Hill liegt ca.140 km nördlich von Lüderitz. Vor Ort bewundern wir die völlig unberührten Strände, Schiffswracks und traumhaft schöne Dünen.

Unser Weg führt ca. 30 km vor Lüderitz in das Sperrgebiet. Dieses Gebiet darf man nur mit Genehmigung und einem Führer, der sich im Gebiet auskennt und lizenziert ist, befahren werden. Ohne Genehmigung angetroffen, darf man sich auf empfindliche Geld- oder Freiheitsstrafen einstellen. Die Route führte uns ca. 6 Stunden kreuz und quer durch die Dünen, zum Teil wurde es schon extrem bis zum Camp von Sattelhügel.

Das Camp besteht aus mehreren festen Bauwerken, die noch aus der Zeit des Diamantenrauschs übrig geblieben sind. Wir haben dort feste Unterkünfte zum Schlafen, denn in der Nacht kann es schon sehr kalt und windig werden. Das Hauptgebäude dient vor allem als Schlafplatz der Führer und des restlichen Personals, aber auch zum gemütlichen Zusammensitzen, Kochen, Essen und vor allem zum Trinken.

Am Tag erkunden wir die Dünen, zuerst über die flachere Seite hinauf und an der steilen Seite wieder herunter ... aber nicht fahren, sondern mit dem Auto hinunterrutschen. Die Dünen können ein Gefälle von bis zu 45 Grad erreichen. Wir mussten aufpassen, nicht zu schnell zu werden, denn unten will man sich ja nicht in den Sand bohren.

Fahrten an endlos unberührten Stränden am Meer entlang machen den Kopf auf eigenartige Weise völlig frei. Unterwegs finden wir zurück gelassene Abbaugeräte und Maschinen, die früher bei der Diamantensuche genutzt wurden. Wir machten einen Halt am Meer und stiegen zu Fuss auf eine Klippe hoch, von wo wir das Wrack der «Otavi» mit seiner Robbenkolonie in einer Bucht bewundern. Ein weiteres Wrack an anderer Stelle, die «United Traider», wurde 1974 gesprengt, da sie mit Schwarzpulver beladen war. Man kann dort nur noch grössere Teile und eine Ankerkette mit Anker über den Strand verteilt finden. Die Geschichte des Schiffes, seiner Ladung und Zerstörung ist ein guter Stoff für einen Agenthriller.

Die Fahrten vom und zum Camp sind nur im Konvoi möglich, der Führer voraus und alle Autos hinterher, hier gibt es keinerlei Wege und Markierungen.