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Château d'If

Château d'If

von Bert Schwarz

Diese photogene Inselfestung, die den Zugang zum Alten Hafen (Vieux Port) von Marseille bewacht, wurde in Alexandre Dumas' Klassiker «Der Graf von Monte Cristo» aus dem Jahr 1844 verewigt.

Die historische Wahrheit ist, dass hier viele politische Gefangene eingesperrt wurden, darunter der revolutionäre Held Mirabeau und die Kommunarden von 1871. Abgesehen von der Insel selbst gibt es nicht viel zu sehen, aber es lohnt sich, nur wegen der Aussicht auf den Vieux Port einen Besuch zu machen.

Marseille & Château d'If

Autor, Kamera, Montage :
Bert Schwarz

© reisemagazin TV 2017

Eine Schlüsselfestung. Franz I. wies dem Château d'If einen dreifachen Zweck zu: den Schutz der Küsten vor der Invasion, die Abdeckung der Ausgänge und Ankerplätze der brandneuen Flotte königlicher Galeeren und die Überwachung von Marseille, das 1480 dem Königreich Frankreich angeschlossen wurde.

Ein Staatsgefängnis. Von 1580 bis 1871 wurden dort Regierungsgegner unter der Führung von Protestanten und Republikanern inhaftiert.

Dieser Ort ist in den vergangenen Jahren hergerichtet worden. Es gibt nur noch ganz wenige Stellen auf dieser Insel, die für Besucher gesperrt sind - weil dort die Restauration weiter geht. Hier gibt es von uns aber ein ganz grosses Aber... : 2011 steckten die Arbeiten draussen noch in den Kinderschuhen und im Innenbereich waren die Zellen erkennbar alt, düster, und wir konnten die Frustration des Grafen von Monte Christo, resp. der realen Gefangenen gut nachvollziehen - besonders, wenn die Altstadt von Marseille durch die kleinen Fenter im Abendlicht glänzt.

Jetzt empfanden wir die (ronovierten) Zellen als geradezu adrett und auf ansprechend, als wenn sie auf den nächsten Gast wartet.

Schade.

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