Dordogne

Périgueux

von Bert Schwarz

Es gibt sechs Gründe Périgeux zu besuchen.

Innerhalb der engen Grenzen dieser Hauptstadt des Departements Dordogne wanderst Du an einem Tag von der gallorömischen Zeit über das Mittelalter bis in die Renaissance zu Fuss. Im Office de Tourisme gibt es eine illustrierte Wanderkarte der Stadt und der Spaziergang durch 17 Jahrhunderte Geschichte kann beginnen.

Périgueux © Bert Schwarz

Wer hier verhungert, hat selbst Schuld. Dutzende von Gourmet-Läden und ausgezeichnete Restaurants machen die Stadt zu einem gastronomischen Erlebnis. Eine zusätzliche Attraktion ist der 21 km lange Voie Verte (Grüner Weg), ein baumgesäumter Wander- und Radweg, der den Kurven der L'Isle folgt.

Périgueux

Autor, Kamera, Montage : Bert Schwarz

© reisemagazin TV 2020

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Mittelalterliche Architektur

Die Tour Mataguerre aus dem 15. Jahrhundert ist ein beeindruckender Überrest der Stadtmauer, die die Stadt im Mittelalter umgab. Die verwinkelten Gassen hinter dem Turm stammen meist aus der gleichen Zeit und haben einige beeindruckende befestigte Residenzen mit Türmen.

Périgueux © Bert Schwarz
Périgueux © Bert Schwarz

Gallisch-Römische Inspiration

Vesunna ist eine römische Siedlung aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. Im Musée Gallo-Romaine de Vesunna, das sich in einer grossen, von einer modernen Glaskonstruktion bedeckten gallorömischen Villa befindet. In den vielen Zimmern der Villa, einige mit originalen Mosaikböden, atmen die ausgegrabenen Artefakte die römische Hausarbeit und das damalige öffentliche Leben.

Périgueux © Bert Schwarz

Catédrale St. Front

Das unübersehbare Herzstück der Stadt ist die von der UNESCO klassifizierte Catédrale St. Front, die mit fünf Kuppeln überdacht ist. Wem das vertraut aussieht, hat Recht, weil es zum Vorbild für Montmartre's Sacre Coeur war, die Kirche, die mehr als 600 Jahre später erbaut wurde. Der hoch aufragende Glockenturm stammt aus der früheren romanischen Kirche, aber der Grossteil der Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert ist eine reine byzantinische Basilika, die in einem griechischen Kreuz angelegt ist.

Strasse aus der Renaissance

Weiter geht's vom Mittelalter in die Renaissance in den engen, verwinkelten Gassen der Altstadt. Es gibt bei jede Menge Gelegenheit für ein Foto, wenn Ihr der Wanderkarte zu den gekennzeichneten Gebäuden folgt und mit informativen historischen Tafeln versehen sind. Obwohl die restaurierten Steingebäude wie Museumsstücke aussehen, sind sie oft elegante Wohnhäuser oder Büros. Weitere Renaissance-Schönheiten liegen im Stadtzentrum verstreut.

Périgueux © Bert Schwarz

Foie Gras und andere Leckereien

Die schmale, gepflasterte Rue Limogeanne, ein Fest für alle Sinne, mit Dutzenden von eleganten Geschäften, die der mittelalterlichen Sünde der Völlerei gewidmet sind. Pâté de foie gras du Perigord ist die lokale Spezialität, die wir an Ständen probierten und ein Dutzend Geschäfte mit anderen feinen Sachen sahen: Hier gibt's Wein, Kaffee, Tee, Öl und Gewürze.

Grün zu Fuss oder dem Fahrrad

Der Gourmet-Genuss mit seinen (zu) vielen Kalorien kann dann bei einem Spaziergang oder einer Radtour auf einem Abschnitt des 21 km langen Voie Verte, dem «grünen Weg» entlang der L'Isle wieder abtrainiert werden. Der landschaftlich reizvollste Teil des Weges liegt direkt gegenüber der Kathedrale. Vom Eingang der Kathedrale aus folgen Sie einfach der kurvenreichen Avenue Daumesnil hinunter zur Brücke, dem idealen Platz für Fotos der Kathedrale, und treffen auf den asphaltierten Weg auf der anderen Seite des Flusses.