Grotte de Tourtoirac

von Bert Schwarz

Die Grotte von Tourtoirac, haben wir nur zufällig gefunden, denn die Durchgangsstrasse durch Tourtoirac ist nicht breit und es kamen richtige LKWs entgegen. Beim langsamen Weiterfahren sahen wir ein kleines Schild, bogen ab und fanden einen netten Mitarbeiter, der uns beim Erlangen der Drehgenehmigung weiter half.

Lange ist dieses unterirdische Gewölbe noch nicht bekannt. Sie wurde am 28. Januar 1995 von einem Höhlenforscher aus Mussidan, Jean-Luc Sirieix, entdeckt.

Autor, Kamera, Montage : Bert Schwarz

© reisemagazin TV 2020

Die Quelle der Clautre in Tourtoirac hatte bereits seit vielen Jahren die Aufmerksamkeit von Höhlenforschern auf sich gezogen. Im Frühjahr 1980 war Gerard Bugel, ein Höhlenforscher, getaucht und schaffte es 130 Meter weit und erreichte eine kleine Freiluftgalerie. Dort fand er keinen Weg, der weiter führte finden, und musste umkehren.

Am 28. Januar 1995 tauchte Jean-Luc Sireix, erfahrener und mit mehr Glück, in die Quelle ein und schaffte es, weiter zu kommen und entdeckte diese schöne Höhle. Stolz auf seine Entdeckung, zeigte er die Höhle anderen Höhlenforschern : Philippe Marchive und Annie und Michel Maire. Er organisierte eine zweite Expedition am folgenden Samstag, dem 4. Februar 1995.

Grotte de Tourtoirac © Bert Schwarz
Grotte de Tourtoirac © Bert Schwarz

Sie tauchten mehrere hundert Meter in die Höhle, aber auf dem Rückweg schlug das Schicksal zu: Jean-Luc und Annie Maire ertranken. Philippe Marchive und Michel Maire entkamen nur knapp.

Durch Initiative der Eltern von Jean-Luc, Jean und Arlette Siriex, wurde die Höhle eine touristisch erschlossen und im Mai 2010 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die Kombination aus der Schönheit, die die Natur geformt hat und dem Wissen um die Tragödie, die es letztlich erst ermöglicht hat, sich als Besucher dies alles anschauen und bewundern zu dürfen, lässt dann doch Demut vor der Macht der Natur und den Möglichkeiten des Menschen entstehen.