La Ferme de la Brunie

Käse und Milch aus dem Périgord

von Bert Schwarz

La ferme de la Brunie liegt in der Dordogne, im Périgord Noir, vor den Toren von Sarlat. Im Dorf Saint-Nathalène geht es mit dem Auto in Richtung der Gärten von Erignac, es heisst Nerven bewahren (für Fremde wenigstens) und den Schildern folgen «Vente de Lait et Produits fermiers». Wenn's keine Schilder mehr gibt und man eigentlich mitten zwischen den Feldern neben einem Bauernhof angekommen ist, ist man erfolgreich auf den Milchviehbetrieb gestossen.

Autor, Kamera, Montage : Bert Schwarz

© reisemagazin TV 2018

Highlights
Domain-de-Barbe Fois Gras, über die Grenzen bekannt
La ferme de la Brunie Regionale Milch- und Käseproduktion
Sekt
Sekt von Schloss Wachenheim
Confiserie Florian
Seit 1921 werden Schkolade in Nizza und Konfitüren in Pont-du-Loup produziert.
Domaine du Mas de l'Olivine
Hier gibt's Süssigkeiten, Konfitüren und mehr mit dem Geschmack von Blumen.
Feigen für's Dessert
vom Wochenmarkt in Toulon
Hors d'Oeuvre
mit Melonen vom Wochenmarkt in Toulon

Ferme de La Brunie besitzt eine Herde von Montbéliarde-Kühen, die seit vier Generationen weitervererbt wird.

Die erzeugte Milch wird als Bleu Blanc Coeur etikettiert. Das Melken erledigt ein Roboter, was für das Wohlbefinden der Tiere sorgt, denn nach dem Melkvorgang, der von der Kuh individuell selbst angestossen wird, gibt's ein Leckerli. «Dumme Kuh» ist eine Bezeichnung, die die Tiere ganz bestimmt nicht passt, denn - sehr menschlich - wollen die Kühe den Roboter überlisten, gehen in die Melkbox, der Computer weiss natürlich aufgrund des im Halsband der Kuh eingearbeiteten Transponders, dass sie noch nicht wieder an der Reihe ist und verweigert dann sehr zur Enttäuschung des Tieres das Leckerli. Ein Teil der gesammelten Milch wird auf dem Bauernhof direkt verarbeitet.

Florian © Bert Schwarz
Florian © Bert Schwarz

Der Melkroboter wurde 2015 in Betrieb genommen. Er hat es ermöglicht, zum einen den morgendlichen und abendlichen Melkdienst an 365 Tagen im Jahr abzuschaffen und zum anderen für das Wohlbefinden der Tiere zu sorgen. Die Kühe gehen zum Roboter, wann immer sie wollen, egal zu welcher Tages- und Nachtzeit. Die Melkintervalle betragen je nach Laktations- und Trächtigkeitsstadium mindestens 6 Stunden und höchstens 12 Stunden.

Florian © Bert Schwarz
Florian © Bert Schwarz

Während der Identifizierung durch den Transponder werden daneben auch andere Informationen gesammelt, wie das Wiederkäuen, die Bewegung und die Temperatur der Kuh. So ist sichergestellt, dass im Betrieb immer der Gesundheitszustand einer Kuh bekjannt ist, um im Krankheitsfall früher eingreifen zu können. Dank dieser Technik kann der Bauer homöopathische Medizin anwenden. Seit 2 Jahren werden keine Antibiotika mehr gegeben.

Neben der Milchproduktion wird auch Käse hergestellt und direkt im Hofladen verkauft. Pandmiebedingt kamen wir natürlich nicht zum richtigen Zeitpunkt, aber wir haben uns für weitere Aufnahmen im nächsten Jahr schon verabredet.